Der junge Lehrer Ali lebt mit seiner alternden Mutter Nigar im Istanbuler Tarlabaşı-Bezirk, seit den 1990ern Heimat vieler kurdischer Flüchtlinge. Als sie von der anhaltenden Gentrifizierung der alten Stadt gezwungen werden erneut weiter zu ziehen, landen sie in den seelenlosen Betonwüsten der Vorstädte. Nigar ist überzeugt, dass ihre ehemaligen Nachbarn alle zurück in ihre kurdischen Dörfer gegangen sind. Jeden Morgen packt sie ihre Sachen und macht sie sich auf dem Weg in ihr altes Dorf. Sie durchstreift die Stadt auf der Suche nach dem Dorf, und auf der Suche nach dem einen Lied, dass stetig in ihren Träumen wiederkehrt. Alles was Ali tun kann ist sie umsorgen: er kauft ihr Geschenke und Süßigkeiten, nimmt sie mit auf Spazierfahrten mit seinem Motorrad, und versucht seiner Mutter auf der Suche nach ihrem Lied zu helfen. Gleichzeitig entdeckt Ali die Schwangerschaft seiner Freundin, und dass er nicht bereit ist, Vater zu werden. Zerrissen zwischen den beiden Frauen seines Lebens muss er seinen eigenen Weg finden.

Song of My Mother - 

Klama dayika min

 

2014

Spielfilm - Türkei, Frankreich, Deutschland- 103 min., Farbe

Sprachen: Kurdisch, Türkisch

Regie: Erol Mintaş

Drehbuch: Erol Mintaş

Kamera: George Chiper - Lillemark

Schnitt: Alexandru Radu

Musik: Basar Under

Ton: Fatih Aydogdu

Produzenten: Asli Erdem, Erol Mintaş, Guillaume de Seille, Mehmet Aktas

Produktion: Mintas Film, Arizona Productions, mîtosfilm

Darsteller: Feyyaz Duman, Zubeyde Ronahi, Nesrin Cavadzade

Festivals & Preise: Heart Of Sarajevo Award als bester Film 2014, Preis für Bestes Spielfilmdebut, Beste Musik, Bester Hauptdarsteller und Bester Nebendarsteller (The Golden Orange Film Festival 2014, Antalya).